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Lindhorst / Baumfällung

Lindhorst ist sechs Linden los

Lindhorst (gus). Langsam wird es ernst mit der K30-Sanierung – das haben heute, Mittwoch, die Lindhorster zu spüren bekommen: Sechs große Linden fielen der Motorsäge zum Opfer. Mitarbeiter des Kreisforstamtes und der Firma Redeker entfernten die Bäume in Vorbereitung der anstehenden Arbeiten an der Ortsdurchfahrt.

Forstwirtschaftsmeister Karl-Heinz Knigge hat eine Linde gefällt.







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Rinteln

„Ich bin mit der Kettensäge groß geworden“

Rinteln (jaj). Eigentlich hat Karl-Heinz Knigge schon sein ganzes Leben lang eine enge Verbindung zu Holz. „Ich bin mit der Kettensäge groß geworden“, sagt er selbst von sich. Als Kind begleitete er seinen Vater in den Wald, direkt nach dem Realschulabschluss begann er dann eine Lehre zum Forstwirt. Fortan gehörte der Umgang mit einer Kettensäge zu seinem Alltag. Allerdings verwendete er sie damals vor allem beruflich: Zum Bäume-Fällen und dem anschließenden Zerkleinern des Holzes. Es sollten noch zwei Jahrzehnte vergehen, bis die Kettensäge schließlich auch zu seinem Hobby wurde.

Kunst mit der Kettensäge: Karl-Heinz Knigge zeigt eine Eule als neues Werk. Foto: jajnf Jahren“, erzählt der heute 47-Jährige. „Ich bin im Internet darauf gestoßen, dass es in Amerika begeisterte Anhänger des Chainsaw-Carvings gibt.“ Dieses Kettensägen-Schnitzen, wie die deutsche Übersetzung ist, hat sofort sein Interesse geweckt. „Ich habe mich dann ein bisschen schlau gelesen und einfach mal einen ersten Versuch gewagt.“ Dieser erste Versuch wurde ein Bär, der noch heute die Eingangstür der Familie bewacht. Als Erinnerung an die Anfänge. Denn obgleich schon der Bär äußerst imposant ist, hat sich das Können Knigges im Laufe der letzten Jahre enorm gesteigert.

Das liegt zum einen an der Übung, zum anderen aber auch an der Ausrüstung, die er sich in den vergangenen fünf Jahren angeschafft hat. „Generell kann man auch mit einer ganz normalen Motorsäge schnitzen“, sagt er. Lange mache das jedoch niemand freiwillig. Die Erklärung dafür ist simpel: „Eine normale Kettensäge wiegt etwa sechs Kilogramm. Die kleineren Hobbykettensägen wiegen mit etwa drei Kilogramm nur die Hälfte.“ Diese drei Kilo Unterschied merke man vor allem in den Armen. „Außerdem ist man mit einem kleinen Modell einfach beweglicher.“

 

Egal, für welches Modell sich ein Schnitzer auch entscheidet, ein paar Veränderungen müssen an der Säge vorgenommen werden, um sie zu einem vernünftigen Schnitz-Werkzeug zu machen. Zum einen braucht man eine Carving-Schiene. Das ist eine spezielle Schiene für das Schnitzen mit der Motorsäge, über die dann die Kette läuft. „Eine normale Schiene hat vorne eine Breite von etwa sechs bis sieben Zentimetern. Eine Carving-Schiene hingegen hat nur zweieinhalb Zentimeter.“ Sie ermögliche dadurch ein viel genaueres und filigraneres Arbeiten. „Zusätzlich wird noch eine Viertel-Zoll-Kette und ein dazu passendes Antriebsritzel benötigt. Das war’s schon.“ Lediglich die Schutzkleidung kommt noch dazu.

 

Knigge weiß, wovon er spricht. Mittlerweile ist er Forstwirtschaftsmeister und gibt im Winter Kettensägenlehrgänge. Seit wenigen Jahren nicht nur die typischen Kurse, die man zum Holzmachen benötigt, sondern auch Kreativkurse. „Das kam eher ungeplant. Ich habe einige meiner fertigen Figuren in den Kursraum gestellt. Und dann haben mich Teilnehmer der Lehrgänge angesprochen, ob ich nicht auch einmal einen Kurs im Schnitzen geben könnte.“

 

Knigge hielt Rücksprache mit seinem Arbeitgeber, dem Kreisforstamt, und schon kurze Zeit später begrüßte er die ersten Interessierten. Viele von ihnen beschäftigten sich zum ersten Mal mit dem Motorsägen-Schnitzen, und doch konnten sie alle schon am Ende des Tages ihre erste eigene Figur mit nach Hause nehmen. „Jeder schnitzt, was ihm gefällt. Der eine einen Adler oder eine Eule, der andere einen Pferdekopf für die Ehefrau.“

 

Knigge selbst kann alle Figuren, die er seinen Kursteilnehmern anbietet, mittlerweile ohne Probleme und ohne Vorlage herstellen. Während des Kurses unterstützt er die Kursteilnehmer in ihrer Arbeit - mit Erklärungen, Tipps und Hilfestellungen. „Ich zeichne die Figuren immer an dem Stamm, den der Teilnehmer bearbeitet, vor“, erklärt er. Dazu nimmt er jedoch keinen Stift, sondern - natürlich - die Motorsäge, mit der er vorsichtig die Konturen in den Stamm „zeichnet“. Diese dienen dem Teilnehmer dann als Richtlinie. Ebenso eine fertige Figur, die als Vorlage immer in Sichtweite steht.

 

Eine besonders kreative Ader müsse man für das Schnitzen nicht haben. „Die habe ich vorher auch nicht gehabt“, sagt Knigge. Was man jedoch haben sollte, ist ein ruhiges Plätzchen. „Im heimischen Garten direkt neben den Nachbarn mit der Kettensäge schnitzen? Das geht gar nicht!“ Immerhin habe selbst eine Hobbymotorsäge eine Lautstärke von 115 Dezibel - das ist etwa so laut wie ein Symphoniekonzert, Disko-Musik oder Gewitterdonnern. „Das ist selbst außerhalb der Ruhezeiten für die Nachbarn nicht zumutbar.“

 

Knigge hat seinen Schnitzplatz mitten im Wald, drei Kilometer vom nächsten Wohnhaus entfernt. „Da störe ich wirklich niemanden“, versichert er. Allerdings ist auch die Familie weit weg von diesem Platz. Und das Schnitzen nimmt viel Zeit in Anspruch. Etwa dreimal die Woche geht Knigge seinem Hobby für etwa drei Stunden nach. Probleme mit seiner Frau gibt es deshalb aber nicht. „Das ist alles eine Sache der Organisation und Absprache. Wenn meine Frau eh unterwegs ist, fahre ich in den Wald. Und wenn sie mich darum bittet, einen Abend zu Hause zu bleiben, ist das auch kein Problem.“

 

Mittlerweile erledigt Knigge auch Auftragsarbeiten. Wenn jemand seinen Garten oder sein Haus mit einer bestimmten Figur verzieren möchte, stellt er diese nach den Wünschen des Kunden her. Für völlig neue Werke besorgt er sich im Vorfeld oft eine kleine Spielfigur, die ihm beim Schnitzen als Modell dient. „Die stelle ich mir dann in Sichtweite auf und schaue sie immer wieder an, um mir die Konturen und Dimensionen klarzumachen. Ich gebe nur Figuren ab, von denen ich selbst überzeugt bin. Der Rest wandert in den Ofen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

 

Holzschnitzer verwenden übrigens am liebsten frisches Holz. Knigge: „Getrocknetes ist einfach zu hart.“ Allerdings bestehe bei diesen Stämmen die Gefahr, dass die Figur einen Riss bekommt, wenn das Holz mit der Zeit trocknet. Deshalb behandelt Knigge seine Figuren nach der Fertigstellung mit einem speziellen norwegischen Holzöl. „Dadurch wird das Holz für bis zu zehn Jahre dauerversiegelt“, erklärt er. Gleichzeitig bremse es das Austrocknen des Holzes, was wiederum Risse verhindern kann. Sollte dennoch einmal ein Riss entstehen, hat der Experte auch hierfür eine Lösung: „Man füllt ihn einfach mit einer Mischung aus Kunstharz, Sägespänen und Härter auf.“ Nachdem die Mischung getrocknet ist, müsse man den Übergang nur noch mit der Säge bearbeiten, damit das Muster wieder passt. „Erneut Ölen und man sieht fast nichts mehr!“

 

Schon jetzt kann sich der Obernwöhrener nicht mehr vorstellen, einmal wieder mit seinem Hobby aufzuhören. „Das ist schon eine kleine Sucht. Es macht Spaß und ich kann dabei unheimlich gut abschalten.“ Mehr Infos gibt es unter: www.schaumburgerholzschnitzer.de.

 

Am morgigen Samstag können Interessierte gleich drei Kettensägen-Schnitzer in Aktion erleben. Dann schnitzt Karl-Heinz Knigge zusammen mit seinem Bruder Manfred und seinem Kollegen Kai Gerulat ab 13 Uhr auf dem Gelände des Tannenhofs in Uchtdorf. „Wir werden alle drei eine Figur mit unseren Kettensägen gestalten. Für den guten Zweck.“ Denn um 18 Uhr wird Knigge das Mikrofon in die Hand nehmen und die Figuren meistbietend versteigern. „Das Geld wird sofort an die Jugendfeuerwehr Uchtdorf übergeben.“ Während die Holzschnitzer arbeiten, sorgen „The Donuts“ mit Rock und Oldies für Unterhaltung. Die Feuerwehr zeigt Geräte und Fahrzeuge wie die Drehleiter.


 




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Reportage

„Niemals alleine im Wald ,Holz machen’!“

Heizen mit Holz liegt im Trend. Außer der Behaglichkeit, die ein


 

 


 
Unfallgefahr: Unter Spannung stehendes Kronenholz kann beim Zerteilen mit der Motorsäge aufplatzen. Fotos: mw

prasselndes Kaminfeuer im Wohnraum vermittelt, sind es mitunter auch wirtschaftliche Überlegungen, wegen der sich Hausbesitzer einen Kaminofen oder sogar eine mit Holzscheiten befeuerte Zentralheizung anschaffen. Im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen Erdöl und -gas kann das Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz nämlich durchaus

 

günstiger sein. Da aber auch ofenfertiges Brennholz seinen Preis hat, liegt der Gedanke nahe, selbst in den Wald zu ziehen und „Holz zu machen“.

 

Von Michael Werk

Brennholz auf eigene Faust aus dem Wald zu holen, kann ja eigentlich nicht allzu kompliziert sein, möchte man meinen: Die alte Motorsäge aus dem Geräteschuppen gekramt oder schnell eine neue gekauft, den kleinen Anhänger (zur Not tut’s auch der vom Nachbarn) hinter das Auto gespannt, ein kurzer Anruf beim Förster, um zu klären, wo im Wald die Baumfällaktion nach Altväter Sitte möglich ist – los geht’s! Nun, ganz so einfach ist die Sache dann aber doch nicht.

 

„Mittlerweile ist es zum allgemeinen Standard geworden, dass sich die Forstämter von ihren Brennholzkunden zunächst einen entsprechenden ‚Sachkundenachweis‘ vorlegen lassen“, sagt Lothar Seidel, der Leiter des Kreisforstamtes Spießingshol in Hagenburg. Aus dieser Bescheinigung muss klar hervorgehen, dass sich der Hobby-Waldarbeiter in einem oder mehreren Lehrgängen das erforderliche Wissen über den sicheren und fachgerechten Umgang mit der Motorsäge angeeignet hat. Wer nicht nur von Forstmitarbeitern am Waldweg bereitgestellte Stammabschnitte zu Brennholz verarbeiten, sondern tatsächlich selbst Bäume von der Senkrechte in die Waagrechte befördern will, muss außerdem Kenntnisse über die unterschiedlichen Techniken des Fällens von Bäumen und des Aufarbeitens der später am Boden liegenden Kronen nachweisen. Überzogen ist diese Forderung nicht: „Eine Motorsäge ist ein Arbeitsgerät mit einem unwahrscheinlichen Gefahrenpotenzial“, sagt Seidel. „Und wenn es beim Hantieren mit diesen Geräten zu Unfällen kommt, sind in der Regel schwere Verletzungen bis hin zu Todesfällen die Folge.“

 

„Niemals allein in den Wald!“ lautet daher eine eiserne Grundregel für alle Brennholzkunden, ergänzt Karl-Heinz Knigge, Forstwirtschaftsmeister beim Landkreis Schaumburg und Leiter der Motorsägen-Kurse des Kreisforstamtes. Dies bläut er auch seinen Lehrgangsteilnehmern ein. Stets sollte eine zweite Person dabei sein, die bei einem eventuellen Unfall Erste-Hilfe leistet und gegebenenfalls einen Notarzt alarmiert. Selbst eine an sich nicht lebensbedrohliche Verletzung könne dazu führen, dass es der Verunglückte ohne fremde Hilfe nicht mehr schafft, aus dem Wald herauszukommen. Wenn dieser dann irgendwo in einem menschenleeren Waldgebiet auf dem Erdboden liege, zudem noch bei niedrigen Temperaturen – da brauche man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass derartige Unfälle tödlich enden könnten.

 

 

Vom Kartoffel-Schälen bis zum Kettensägen-Schnitt

Jungenarbeitskreis organisiert Aktionstage für Jungen im JBF-Centrum

OBERN­KIR­CHEN (b­b). Am Herd in der Küche die Mahl­zei­ten zu­be­rei­ten, Grup­pen-Trai­ning im Nied­rig­seil­gar­ten, sein hand­werk­li­ches Ge­schick er­pro­ben, die Na­tur auf dem Bücke­berg ent­de­cken - acht junge Leute ha­ben bei den "Ak­ti­ons­ta­gen für Jun­gen" im JBF-Cen­trum auf dem Bücke­berg ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm ab­sol­viert. Der "Jun­gen­ar­beits­kreis im Land­kreis Schaum­bur­g" hatte die Ak­ti­ons­tage or­ga­ni­siert, die Wis­sens­ver­mitt­lung und aben­teu­er­li­che Er­leb­nisse ver­bin­den soll­ten. "­Die Jungs soll­ten auch die Chance er­hal­ten, sich aus­zu­pro­bie­ren. Dinge er­le­ben und tun, die im all­täg­li­chen Le­ben nicht ge­hen", er­klärte Jörg Beck­mann vom Pro-Ak­tiv-Cen­ter der Awo. Ge­mein­sam mit an­de­ren So­zi­al­ar­bei­tern aus dem "Jun­gen­ar­beits­kreis" hatte er die dreitä­gige Frei­zeit auf dem Bücke­burg or­ga­ni­siert. Dafür hat­ten sie ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm auf die Beine ge­stellt. Björn Rein­king zog mit den Jun­gen un­ter dem Motto "Na­tur er­le­ben und ent­de­cken" in den Wald. Da­bei konn­ten die Teil­neh­mer etwa beim Klet­tern und Ab­sei­len ih­ren Mut er­pro­ben, Gren­zen aus­lo­ten und kleine Aben­teuer er­le­ben. Karl-Heinz Knigge vom Kreis­forst­amt führte den Jungs vor, wie man mit der Ket­tensäge um­geht. Sie er­fuh­ren wel­che Bäume es im hei­mi­schen Wald gibt und wie diese auf­ge­baut sind. Sel­ber sä­gen durf­ten die Teil­neh­mer nicht, auf­grund ih­res Al­ters musste es bei Tro­ckenü­bun­gen ohne lau­fende Kette blei­ben. Die Schul-So­zi­al­ar­bei­ter Saka Ci­ko­tic und Thors­ten Vo­gel ver­mit­tel­ten den Jun­gen im Nied­rig­seil­gar­ten ge­mein­same Er­leb­nis­se. Ke­vin Schmie­ding, Koch im drit­ten Lehr­jahr, lei­tete die Teil­neh­mer in der Küche an, wenn es darum ging, die ge­mein­sa­men Mahl­zei­ten zu ko­chen. Die Teil­neh­mer seien mit Be­geis­te­rung bei der Sa­che ge­we­sen, be­rich­tete Jörg Beck­mann. Egal ob es darum ging, in der Küche zu schnip­peln oder als, wie Karl-Heinz Knigge lächelnd for­mu­lier­te, ein "ech­ter Män­ner­job" an der Mo­tor­säge vor­ge­stellt wur­de. Auch das Hin­ter­fra­gen von gän­gi­gen Rol­len­bil­dern und Kli­schees war Ziel des Pro­jek­tes. Man habe die Jun­gen­ak­ti­ons­tage in die­sem Jahr als "­Ver­suchs­bal­lon" or­ga­ni­siert, be­rich­tete Beck­mann. Mit dem Er­geb­nis sei man sehr zu­frie­den, so werde man wohl eine Neu­auf­lage pla­nen. Al­ler­dings sei die Teil­neh­mer­zahl et­was dürf­tig, so dass man sich Ge­dan­ken ü­ber eine an­de­ren Ter­min ma­che.­Fo­to: bb

 

Mit Motorsäge zaubern

WENDT­HA­GEN. Am Sonn­tag, dem 6. Juli la­den die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­meinde Wendt­ha­gen, die Krei­sim­ker­schaft Schaum­burg und die Jä­ger­schaft Schaum­burg ge­mein­sam zu ei­nem Wald­got­tes­dienst mit an­sch­ließen­dem Som­mer­fest zum Forst­haus Halt in den Bücke­ber­gen ober­halb von Hör­kamp-Lan­gen­bruch ein. Der Tag be­ginnt um 10 Uhr mit dem Wald­got­tes­dienst, um­rahmt vom Jagd­horn­blä­ser­corps Schaum­burg mit Aus­schnit­ten aus der Hu­ber­tus­mes­se.

Beim an­sch­ließen­den Som­mer­fest der Im­ker und Jä­ger wird ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für Jung und Alt ge­bo­ten. Die Im­ker in­for­mie­ren ü­ber ihre Ar­beit von der Blüte bis zum Ho­nig. Die Kin­der kön­nen von ei­nem Hoch­sitz Tiere be­ob­ach­ten und er­ken­nen, Fähr­ten be­stim­men und Ab­drü­cke her­stel­len, Wild­tiere mo­del­lie­ren und Tiere so­wie Pflan­zen un­ter An­lei­tung fo­to­gra­fie­ren. Po­ny­rei­ten, ein Luft­bal­lon­wett­be­werb und eine La­ser­schieß­an­lage run­den das Kin­der­pro­gramm ab. Das Kreis­forst­amt Spießings­hol ist mit ei­nem In­for­ma­ti­ons­stand prä­sent und bie­tet Wald­führun­gen an. Herr Knigge "zau­ber­t" wie­der mit sei­ner Mo­tor­säge und macht aus Baumstäm­men wahre Kunst­wer­ke. Das Jagd­horn­blä­ser­corps und ein Mund­har­mo­ni­kaor­che­s­ter be­glei­ten den Tag mu­si­ka­lisch. Die Feu­er­wehr Wendt­ha­gen rich­tet die be­währte Ein­bahn­straßen­führung ein.


WENDT­HA­GEN. Eine Seil­bahn, ein Wald­lern-Mo­bil und köst­li­che Bratäp­fel. Die Kreis­jä­ger­schaft hatte am Forst­haus Halt in Hör­kamp-Lan­gen­bruch viele Wald-, Wie­sen und Na­tur­freunde zu­sam­men ge­bracht. Die Be­su­cher ka­men aus dem gan­zen Land­kreis und aus der Re­gion Han­no­ver, um ih­ren Weih­nachts­baum frisch und un­ter fach­kun­di­ger Be­ra­tung durch er­fah­rene Förs­ter zu er­wer­ben. Dazu bot die Jä­ger­schaft Wild­brat­wur­st, heiße Ge­trän­ke, Ku­chen und ein Rah­men­pro­gramm für Groß und Klein.

Im Forst­haus­kel­ler wirk­ten die "Püt­zelzwer­ge" or­dent­lich mit: Mit den Er­zie­he­rin­nen des Wald­kin­der­gar­tens bas­tel­ten sie Na­tur­bil­der­rah­men und das Er­in­ne­rungs­foto dazu wurde gleich vor Ort di­gi­tal er­stellt. Ne­benan üb­ten sich die Schul­kin­der mit dem La­serü­bungs­ge­wehr in ru­hi­ger Hand und Ziel­si­cher­heit. So manch Va­ter wollte sei­nem Ju­nior hier in Nicht nach­ste­hen und legte eben­falls mit dem Licht­ge­wehr an.

Väter und Großväter be­wun­der­ten die wahre Kunst­wer­ke, die mit ei­ner Mo­tor­säge her­ge­stellt wur­den. Karl-Heinz Knigge vom Kreis­forst­amt lei­tet nicht nur die re­gel­mäßi­gen Mo­tor­sä­gen-Grund­kurse son­dern ver­steht sich auch auf die Fein­hei­ten.

Am Wald­lern­mo­bil gab es viele Tiere der hei­mi­schen Fauna zu se­hen und die eh­ren­amt­li­chen Na­tur­kund­ler wuss­ten auf alle Fra­gen eine Ant­wor­t.

Natür­lich wa­ren auch hei­mi­sche Na­tur­er­zeug­nisse zu er­wer­ben, ob Ho­nig, Bie­nen­wachs­ker­zen oder hei­mi­sches Wild­bret, küchen­fer­tig ein­ge­fro­ren, Wild­gu­lasch und Wild­wurst vom Di­cken Hein­rich, Kunst­hand­werk aus Holz, weih­nacht­li­che Sträuße und Ge­schenk­ar­ti­kel – es war für Je­den et­was da­bei. Fri­sche Bratäp­fel gab es am La­ger­feu­er. Das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW) sorgte mit der Seil­bahn für Ver­gnü­gen. Die Feu­er­wehr Wendt­ha­gen bot nicht nur weih­nacht­li­che Bas­te­leien zu­guns­ten der Ju­gend­ar­beit, son­dern ü­ber­nahm auch er­neut die Ver­kehrs­führung, denn ohne eine Ein­bahn­straßen­re­ge­lung durch den Bücke­berg wären die Be­su­cher­ströme nicht zu be­werk­stel­li­gen.

Mu­si­ka­li­sche Glanz­punkte setzte das preis­ge­krönte Blä­ser­korps der Kreis­jä­ger­schaft. Fo­to: pri­vat

 

Uchtdorf (who). Die Brüder Manfred und Karl-Heinz Knigge aus Niedernwöhren sowie Stadthagen und Kai Gerulat aus Nammen haben sich am Samstag auf dem Tannenhof bei der Arbeit am rohen Holz zuschauen lassen. Die drei Virtuosen mit der Motorsäge demonstrierten geräusch- und eindrucksvoll live unter den staunenden Augen der Kaffeegäste in der Event-Gaststätte, wie Skulpturen aus Baumstämmen entstehen.
Die drei Motorsägenschnitzer hatten sich von der Jugendfeuerwehr Uchtdorf als Attraktionen fürs Rahmenprogramm bei ihrem Nachwuchswerbe-Nachmittag gewinnen lassen, die für Besucherkinder einen Spiel- und Spaßparcours aufgebaut hatte.

Bei der amerikanischen Versteigerung zum Schluss konnten die Gäste drei Skulpturen erstehen, die die Schnitzer für die Feuerwehrnachwuchsförderung zur Verfügung gestellt hatten. Für insgesamt 400 Euro gingen eine Schleiereule, ein Adler und ein Uhu an ihre neuen Besitzer. „Zum Schnäppchenpreis und gut 20 Prozent unter Wert“, grinste Karl-Heinz Knigge freundlich als Sprecher der Holzkünstler, während er den Scheck übergab.


 

Coppenbrügge - Salzhemmendorf

Holzeule – Kunst oder Stilbruch?

 
Coppenbrügge (ist/hen). Einen alten Baum muss man nicht komplett verhackstücken und verheizen, auch wenn dessen Wurzelwerk im Lauf von 40 Jahren durch Dickenwachstum zunehmend an Fundament und Gefüge der Burggrabenmauer rüttelt und das Mauerwerk zu sprengen droht. Das Fällen des Mammutbaumes, einstimmiger Beschluss im Bauausschuss der Gemeinde im Dezember (die Dewezet berichtete), sei nicht einzige und unbedingte Konsequenz, so Rudolf Weinreich (CDU). Warum nicht in Zeiten, in denen die Motorsäge längst nicht mehr nur für Brennholz sorgt, sondern zunehmend auch als Kunsthandwerkszeug entdeckt worden ist, die „Kunst mit der Kette“ für die „Kunst im Park“ nutzen, fragt das Ratsmitglied: Statt den Baum zu fällen, Krone ab, Wurzeln kappen, den Burgpark um ein weiteres Kunstwerk bereichern und den langjährig hölzernen Begleiter in neuer Gestalt erhalten. Einen entsprechenden Antrag stellte Weinreich im Ortsrat. Kontakte mit dem in der Motorsägenschnitzkunst erfahrenen Forstwirtschaftsmeister Karl-Heinz Knigge aus Stadthagen habe er bereits aufgenommen. Eine geschnitzte Eule sei angedacht, die sich gut in das derzeitige künstlerische Burgparkensemble einpassen würde. Sponsoren stünden bereit, die Aktion gestalte sich kostenneutral. Einstimmige Zustimmung gab es zu diesem Antrag. Im Tourismusausschuss gab Karl-Heinz Brandt (SPD) allerdings zu bedenken, dass es sich bei der Frage um reine Geschmackssache handele – ob die Eule an dieser Stelle allerdings in das historische Ambiente der Burg passe, solle aber sicherheitshalber im Vorfeld mit dem Museumsverein abgeklärt werden. Brandt bekannte, er habe Sorge, „dass wir Stilbruch“ begehen. Es gehe ihm nicht darum, die Idee kaputt zu machen. Nun soll die Frage noch mit dem Museumsverein geklärt werden.

 
 

 

info@schaumburgerholzschnitzer.com